Eine Veranstaltung des Förderverein Deutsches Aphorismus Archiv und der vhs Hattingen im Alten Rathaus.
Berühmt wurde Christian Morgenstern (1871-1914) vor allem durch seine “Galgenlieder“, eine Sammlung lyrischer Grotesken, die sich durch phantastischen Sprachwitz und hintergründige Ironie auszeichnen. Daneben schrieb er immer wieder Sprüche, Aphorismen und Epigramme, die den Dichter als unermüdlichen Sucher und Frager nach Sinn und Wert des Daseins zeigen. Dies begründet auch heute noch seine Geltung als versierter Poet der kleinen Form. Insbesondere dieser Teil seines Schaffens, die Notate und Gedankensplitter, stehen im Mittelpunkt unseres Programms. “Philosophien sind (für ihn) Schwimmgürtel, gefügt aus dem Kork der Sprache.” Und er hielt beim Menschen “kein Ding (für) unmöglich, im Schlimmen wie im Guten.” Außerdem stellen sich die Veranstalter, die vhs Hattingen und der Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs, die Frage: Wie ist Morgensterns unvergleichlicher Erfolg zu erklären und ist er heute Geschichte oder doch eher wieder topaktuell?
Das Programm umfasst Ausführungen von Friedemann Spicker, dem Leiter des Deutschen Aphorismus-Archivs, über Morgensterns prägende Lebensstationen, eine Auswahl seiner Kurzprosa, vorgestellt von Jürgen Wilbert, und eigene Kompositionen von Wolfgang Wittmann (Gitarre) und Robert Scholtes (E-Piano). Die drei Letztgenannten bilden das “Trio Gedankenspiel”.
Mittwoch, 28. März 2012 um 19.30 Uhr im Alten Rathaus
Eintritt 5,00 € (keine Ermäßigung)

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