Der Förderverein des Deutschen-Aphorismus Archivs und die vhs Hattingen
Ein literarisch-musikalischer Abend zum Gedenken an Karl Kraus – den “Virtuosen des Hasses” und Herausgeber der weltberühmten Fackel.
Im Stadtmuseum Hattingen am 29.11.2011 um 19.30 Uhr
Eintritt 5 €
Vorverkauf bei der vhs Hattingen
“Nicht alles, was totgeschwiegen wird, lebt.” Aber das, was lebt, sollte man bei Gelegenheit auch öffentlich wieder einmal zur Sprache bringen. Es sind wohl die brillierendsten deutschen Aphorismen, die Karl Kraus in der von ihm herausgegebenen und bald auch allein verfassten Wiener Zeitschrift “Die Fackel” seit 1906 veröffentlicht und später in drei Bänden sammelt: “Sprüche und Widersprüche“, 1909, “Pro domo et mundo”, 1912, “Nachts”, 1919: “Ein Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.” Kampf ist ihr Stimulanz, Satire ihr Element, Artistik ihre Waffe. An Gegnern haben sie keinen Mangel: die Presse, die Politik, die Gesellschaft und ihre existenzbedingende Heuchelei.
Ein “Virtuose des Hasses” ist ihr Autor genannt worden. In diesem Jahr feiert die literarische Welt seinen 75. Todestag.
Die Einführung macht Friedemann Spicker (Leiter des Deutschen Aphorismus Archivs), der sich mit Kraus zuletzt in einem biographischen Essay beschäftigt hat. Die ausgewählten Texte spricht der Aphoristiker und Vortragende Jürgen Wilbert. Für das musikalische Programm sorgen Wolfgang Wittmann (Gitarre) und Robert Scholtes (E-Piano).
